Gegen Kürzungen in der Versorgung: Am 10. Juni gemeinsam Zeichen setzen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Bundesregierung plant mit dem sogenannten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein Sparprogramm, das tief in die ambulante und stationäre Versorgung eingreift.

Uns ist bewusst: Die gesetzliche Krankenversicherung steht unter erheblichem Finanzierungsdruck. Gerade deshalb braucht es jetzt aber nachhaltige Strukturreformen – und keine vorgeschalteten Kürzungen, bevor überhaupt klar ist, wie eine bedarfsgerechte und zukunftsfeste Versorgung in Praxis und Krankenhaus künftig aussehen soll.

Für die ambulante Versorgung wären die geplanten Maßnahmen ein schwerer Rückschlag. Schon heute arbeiten viele Praxen unter erheblichem Druck: steigende Kosten, zunehmende Bürokratie, Fachkräftemangel und eine unzureichende Vergütung vieler medizinisch notwendiger Leistungen prägen den Alltag. Nun sollen der ambulanten Versorgung zusätzlich 2,7 Milliarden Euro entzogen werden.

Für uns als BDI ist klar: Dieses Gesetz stabilisiert keine Versorgung. Es droht, die Versorgung weiter zu destabilisieren. Wer die Praxen jetzt zusätzlich belastet, riskiert längere Wartezeiten, weniger Termine und eine noch stärkere Belastung für Patientinnen und Patienten.

Gemeinsam mit MEDI setzt der BDI deshalb ein klares Zeichen gegen die geplanten Kürzungen. Am 10. Juni 2026 findet ein bundesweiter Aktionstag statt, an dem sich Praxen beteiligen können, indem sie ihre Türen ganztägig schließen und ihre Patientinnen und Patienten über die Hintergründe informieren.

Auf unserer Website stellen wir Ihnen dafür konkrete Materialien und Werkzeuge zur Verfügung:

Für die Praxisschließung am 10. Juni 2026 stehen Praxisplakate und Patienteninformationen bereit, mit denen Sie die Gründe vor Ort sichtbar machen können.

Mit einer vorbereiteten E-Mail-Vorlage können Sie sich mit wenigen Klicks direkt an Ihre Bundestagsabgeordnete oder Ihren Bundestagsabgeordneten wenden.

Für die sozialen Medien stehen Vorlagen mit Texten und Grafiken zur Verfügung, die Sie unkompliziert in Ihren Kanälen teilen können.

Je sichtbarer unser gemeinsamer Protest wird, desto stärker ist das Signal an die Politik: Eine gute ambulante Versorgung braucht eine zuverlässige Finanzierung.

Zur Protestaktion